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Ibelo Firmengeschichte
Im Jahre 1919 gründeten die Brüder Julius und Benno Loewenthal in Frankfurt am Main die "Ibelo Pfeifenfabrik AG".Der Name Ibelo wurde aus ihren Initialen abgeleitet.
Die Firma stellte Feuerzeuge, Tabakpfeifen, Puderdosen und Parfümzerstäuber her. Im selben Jahr erschien das erste Feuerzeug (Colibri). Es war ein Klappdeckelfeuerzeug mit Reibrad-Handbetätigung.
Bereits ab 1931 war der spätere Eigentümer und gebürtige Sulzbacher Hermann Zahn als freier Feuerzeug-Konstrukteur für die damalige Ibelo-Metallwarenfabrik AG in Frankfurt am Main tätig. Aufgrund ihres Jüdischen Glaubens emigrierten die Brüder Löwenthal 1934 in die Schweiz und kurz darauf nach London. Daraufhin machte sich Hermann Zahn 1938 selbstständig und übernahm die Firma Ibelo.
Julius Loewenthal gründete in London 1935 die bis zur heutigen Zeit sehr erfolgreiche Firma Colibri Lighters Ltd.. Sein Bruder Benno gründete dort ebenfalls 1935 die Firma Benlow Ltd.
Als Hermann Zahn Ibelo übernahm, lief die Produktion auf vollen Touren. Doch schon das Jahr 1939 unterbrach die so hoffnungsvoll begonnene Entwicklung. Feuerzeuge waren damals nicht „lebenswichtig".
Doch auch nach Kriegsende führte Hermann Zahn Ibelo weiter. Im heimatlichen Sulzbach am Main wurde ein kleiner Betrieb aufgezogen, der zunächst nur als Übergangslösung gedacht war. Hier war das Problem der Beschaffung von Arbeitsplätzen relativ leicht zu lösen und kurz nach der Währungsreform stand in Sulzbach ein Betrieb mit ca. 50 Mitarbeitern.
Eines aber hatte Hermann Zahn während der ganzen Zeit nicht aus den Augen verloren! Die Tatsache nämlich, dass England das Land für Feuerzeuge war und das es für ihn galt, alte freundschaftliche Beziehungen dorthin wieder aufzufrischen, alte Kontakte wieder herzustellen und dadurch seinen Export von neuem anzukurbeln. Der Realisation dieser Pläne galt eine Reise, die er schon 1950 unter damals noch weniger günstigen Bedingungen unternahm. Aber auch hier bewährte sich seine motorische Initiative, und alte Fäden wurden wieder geknüpft.
Mit neuen Erfindungen und weiteren Verbesserungen befruchtete Hermann Zahn die Entwicklung von Ibelo maßgeblich. In der Folgezeit wurde nicht nur ein über die ganze westliche Welt reichendes Vertriebsnetz der im Ausland unter dem Namen COLIBRI laufenden Ibelo-Feuerzeuge aufgezogen, sondern auch in vielen Ländern neue Patente erteilt.
Um der Nachfrage entsprechen zu können, folgte in den darauf folgenden Jahren eine stetige Steigerung der Produktion, was bereits 1950 eine Betriebsvergrößerung zur Folge hatte. Es folgten weitere Betriebsvergrößerungen 1953 und 1956. 1961 war man bei einer jährlichen Produktionsmenge von 1.884.997 Feuerzeugen und man vergrößerte den Betrieb 1962 erneut.
1973 zählte das Unternehmen bereits zu den bedeutendsten Feuerzeugherstellern des deutschen und europäischen Marktes und beschäftigte rund 300 Mitarbeiter.
1976 beliefert die Ibelo-Metallwarenfabrik Hermann Zahn GmbH & Co. KG Kunden in 53 Staaten der Welt.
Leider fehlen uns über die Zeit zwischen 1976 und 1986 genauere bestätigte Details!
Am 28.02.1986 eröffnete das Amtsgericht Aschaffenburg über das Vermögen der Ibelo Metallwarenfabrik Hermann Zahn GmbH & Co. KG, Frankfurt, Gutleutstrasse 131, gewerbliche Niederlassung 8751 Sulzbach, Hauptstrasse 25-31 das Konkursverfahren.
Am 03.10.1988 wurde das Konkursverfahren gegen die Ibelo Metallwarenfabrik Hermann Zahn GmbH & Co. KG, 8751 Sulzbach aufgehoben.
Im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt wird die Ibelo Metallwarenfabrik Hermann Zahn GmbH & Co. KG am 11.07.1989 gelöscht.
Seit dem 18.04.1986 wird Ibelo unter neuem Besitzer als Ibelo Feuerzeuge GmbH im Handelsregister geführt und man produzierte nach der Übernahme durch den neuen Eigentümer zunächst mit einer kleinen Belegschaft von rund 30 Mitarbeitern in Sulzbach am Main weiter.
Da der Absatz weiter zurückging, holte man sich ab dem 01.06.1996 mit der Reichwein Vertriebs GmbH aus Isernhagen einen Partner ins Boot, welcher ab diesem Zeitpunkt mit 6 Handelsvertretern den Exklusivvertrieb für Ibelo-Feuerzeuge betrieb. Nachdem Reichwein seine Tätigkeit eingestellt hatte, lag der Vertrieb in den Händen einer Hamburger Firma.
1999 wurde die Produktion von Ibleo-Feuerzeugen eingestellt. Allerdings wurden seither in unregelmäßigen Abständen noch Feuezeuge gefertigt bzw. generalüberholt.
Heute bestehen von Ibelo noch eine Reparaturabteilung, durch die Garantieansprüche der Kunden sichergestellt ist, sowie ein Vertrieb. Ab Mitte 2010 werden Ibelo Feuerzeuge in einem Onlineshop verkauft. Ibelo geht so mit der Zeit und wird so weiterhin am Feuerzeugmarkt bestehen sein.
Das alte Firmenbebäude, das zental in Sulzbach lag, wurde Ende 2009 abgerissen.
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